Bundeskartellamt verbietet Liberty-Deal mit der Telekom

Montag, 25. Februar 2002

Wie erwartet hat das Bundeskartellamt der US-Firma Liberty Media untersagt, sechs der regionalen TV-Kabelnetze von der Deutschen Telekom zu übernehmen, weil "das Vorhaben den Restwettbewerb und potenziellen Wettbewerb auf monopolistisch vermachteten Märkten weiter vermindern würde". Die Behörde glaubt, dass vor allem Endkunden beim Kabelfernsehen unter den wettbewerbsfeindlichen Effekten zu leiden hätten. Liberty Media hatte sich bisher geweigert, dem Kartellamt Zugeständnisse zu machen.

Nun steht die Deutsche Telekom erst einmal ohne einen Käufer für ihre Kabelnetz da. Als weiterer Kandidat für eine Übernahme wurde in den vergangenen Wochen das britische Investorenkonsortium Compere genannt. Liberty und Deutsche Telekom hatten sich zuvor bereits auf eine Summe von 5,5 Milliarden Euro geeinigt, die von der Telekom fest für den Schuldenabbau eingeplant worden war. Offiziell soll die Entscheidung des Bundeskartellamts erst auf einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen bekannt gegeben werden.
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