Bundeskartellamt nimmt Projekt "Phoenix" des VDZ unter die Lupe

Freitag, 22. März 2002

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) nimmt bei seinem Paid-Content-Projekt "Phoenix" offenbar die letzten Feinabstimmungen vor. Der Verband, der einen einheitlichen Standard für die Bezahlung kostenpflichtiger Web-Angebote durchsetzen will, führt derzeit die abschließenden Gespräche mit dem Bundeskartellamt. Nach Abschluss der Verhandlungen will der VDZ seinen Mitgliedern insgesamt vier Anbieter von Micropaymentsystemen für die Abwicklung von Bezahlvorgängen im Internet empfehlen.

Als sichere Kandidaten gelten Firstgate und die Deutsche Telekom, die den Usern die Beträge über die Telefonrechung einzieht. Falls die Medienhäuser ihre Bilanzen in Zukunft nicht mithilfe kostenpflichtiger Dienste aufbessern können, droht vielen Internetangeboten nach Ansicht des VDZ die Einstellung oder Reduzierung. Die Folge wäre laut VDZ eine drastische Einschränkung des Informationsangebots im Netz.
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