Bundeskartellamt begründet KDG-Abmahnung

Dienstag, 24. August 2004

Das Bundeskartellamt begründet die Abmahnung der geplanten Übernahme der Kabelnetzbetreiber Ish, Iesy und Kabel Baden-Württemberg durch Kabel Deutschland (KDG) unter anderem damit, dass der "unkontrollerte Verhaltensspielraum", über den die KDG bereits jetzt verfüge, durch die beabsichtigte Fusion weiter verstärkt würde.

Die Programmanbieter dürften nicht von einer Einspeisung ins KDG-Angebot ausgeschlossen werden, da derzeit über 50 Prozent der Haushalte Kabelkunden seien und der Wechsel zu einem anderen Übertragungsweg teilweise nicht oder nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung möglich sei.

Außerdem kritisierte das Bundeskartellamt den Plan des Kabelunternehmens, Free-TV-Angebote zu verschlüsseln und gebührenpflichtig anzubieten. Die KDG kann sich bis zum 8. September zu den Ausführungen des Bundeskartellamts äußern. Die endgültige Entscheidung der Behörde soll Anfang Oktober fallen.
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