Bundesgesundheitsministerium will Onlinehandel mit Medikamenten zulassen

Dienstag, 23. April 2002

Gegen den Protest der Apotheker hat sich der Runde Tisch im Gesundheitswesen für den Internethandel mit Medikamenten ausgesprochen: Der von den Apotheken abgelehnte Versandhandel mit Arzneien im Internet soll in Deutschland unter strengen Auflagen zugelassen werden. Die Anbieter müssten dabei aber Arzneimittel- und Versorgungssicherheit, Verbraucherschutz und faire Wettbewerbsbedingungen sicher stellen.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt zufolge sollen die Kassen nur die Kosten von im Internet bestellten Medikamenten erstatten, die in Deutschland zugelassen sind. Voraussetzung sei eine Information in deutscher Sprache über Anwendung und Nebenwirkungen der bestellten Pillen, Salben oder Zäpfchen. Weiterhin müssten die angeforderten Arzneimittel schnell und möglichst nach Hause geliefert werden, sagte die SPD-Politikerin.

Die Freigabe des Versandhandels sei für die kommende Legislatzrperiode im Zuge der nächsten Gesundheitsreform geplant. Schmidt erhofft sich davon erhebliche Einsparungen.
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