Bully Herbig kehrt mit eigener Sitcom zu Pro Sieben zurück

Mittwoch, 26. Juni 2013
Pro-Sieben-Chef Wolfgang Link
Pro-Sieben-Chef Wolfgang Link


Heute Abend präsentiert Pro Sieben Sat 1 in Hamburg vor der versammelten Programmpresse sein Aufgebot für die Programmsaison 2013/2014. Im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hat Pro-Sieben-Geschäftsführer Wolfgang Link schon einmal aus dem Nähkästchen geplaudert und das womöglich wichtigste Projekt des Senders verraten: Michael "Bully" Herbig, dessen steile Karriere mit der "Bullyparade" ihren Anfang nahm, kehrt mit einer eigenen Sitcom zu seinem alten Sender zurück.
Bully Herbig kehrt mit einer Sitcom zu Pro Sieben zurück
Bully Herbig kehrt mit einer Sitcom zu Pro Sieben zurück
"Bully spielt Bully. Er dreht für uns die erste eigene Pro-Sieben-Sitcom, ganz klassisch nach amerikanischen Vorbild und zum ersten Mal in Deutschland mit Publikum bei der Aufzeichnung. Es kann doch nicht sein, dass die Amerikaner es schaffen, solche Erfolge zu produzieren und wir nicht", betont Link. Pro Sieben bestreitet derzeit gleich mehrere Abende mit US-Sitcoms wie "Two and a Half Men", "Big Bang Theory" und "How I met your mother". Für die Sitcom mit Bully Herbig sind gerade die ersten Testdrehs gelaufen, im Winter sollen dann die ersten Folgen zu sehen sein.

Außerdem bekommt Olli Schulz, bekannt durch seine Auftritte als Schulzkowski in den Sendungen von Joko & Klaas, eine eigene Show. "Er ist für mich derzeit einer der begnadesten Entertainer des Landes. (...) Er bringt eine Form von intelligentem Wahnsinn mit, die uns guttut", sagt Link. Auch Simon Gosejohann bekommt eine neue Sendung. In "Antisocial Network" kapert der Comedian die Facebook-Profile von Zuschauern und kündigt "wilde Aktionen" an. Im fiktionalen Bereich verstärkt sich Pro Sieben unter anderem mit der von Steven Spielberg und Stephen King produzierten Serie "Under the Dome".

Eines der wichtigsten Aushängeschilder des Senders ist und bleibt indes Stefan Raab, der im Herbst für den Sender auch das TV-Duell der Kanzlerkandidaten moderiert. "Sie brauchen keine Angst haben, dass wie die Ernsthaftigkeit dieses Programms in Frage stellen", betont Link. "Stefan weiß genau, welcher Herausforderung er sich stellt." Das Umfeld des TV-Duells wird sich bei Pro Sieben indes deutlich von den anderen Sendern unterscheiden. Link: "Wir führen vor dem Duell sicher anders darauf hin als ARD, ZDF und RTL. Aber das ist ja auch das Ziel. Bestenfalls schauen bei Pro Sieben viele junge Menschen zu, die sonst gar nicht eingeschaltet hätten. Wir nehmen das Thema Politik sehr ernst." dh
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