Buch.de will mit neuem Versandkostenmodell den Break-even erreichen

Freitag, 14. Juni 2002

Der Onlinehändler Buch.de hat sein Ziel bekräftigt, im 4. Quartal 2002 den Break-even zu erreichen. Wie das Unternehmen mitteilt, sind die Umsätze in den ersten fünf Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 37 Prozent auf 5,9 Millionen Euro gestiegen. Gleichzeitig reduzierte sich der operative Verlust um 50 Prozent auf 700000 Euro. Die Schweizer Tochtergesellschaft Buch.ch hat den Angaben zufolge bereits die Gewinnschwelle überschritten.

Um auch in Deutschland wie geplant schwarze Zahlen zu schreiben, hat Buch.de vor wenigen Tagen seine Versandkostenpolitik neu ausgerichtet. Ab sofort werden Bücher erst dann kostenfrei ausgeliefert, wenn der Gesamtwert der bestellten Waren die Schwelle von 20 Euro überschreitet. Bislang hatte das Unternehmen Bücher bereits ab einem Bestellwert von 11 Euro zum Nulltarif versendet. Die Neuausrichtung der Versandkostenpolitik kommt nicht überraschend. Der deutsche Marktführer Amazon.de versendet Bücher seit wenigen Monaten auch erst ab einem Bestellwert von 20 Euro kostenfrei. Auch der Wettbewerber BOL hat sein Versandkostenmodell dem von Amazon bereits angepasst.

In Zukunft will Buch.de seine Multi-Channel-Strategie weiter forcieren. In einem ersten Schritt hat das Unternehmen Anfang Juni den Internetauftritt der Thalia-Buchgruppe unter der Domain thalia.de übernommen. Die Thalia-Buchgruppe, mit der Buch.de eine enge Kooperation im stationären Buchhandel unterhält, verfügt über derzeit mehr als 80 Filialen in Deutschland.
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