BskyB will wieder Dividende zahlen

Donnerstag, 12. Februar 2004

Europas größter Bezahlfernsehen-Anbieter British Sky Broadcasting (BSkyB) will nach einer operativen Gewinnsteigerung von 84 Prozent in den zurückliegenden sechs Monaten zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder eine Dividende zahlen. "Diese Zahlen zeigen, dass sich das Geschäft weiter verbessert. Wir starten unsere zweite Jahreshälfte mit einem guten Aufwärtstrend und einer robusten finanziellen Lage", erklärte der neue BSkyB-Chef James Murdoch, der von seinem Vater Rupert Murdoch erst im vergangenen November gegen den Willen zahlreicher Aktionäre als Nachfolger von Tony Ball durchgesetzt worden war.

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, stieg der operative Gewinn in den ersten sechs Monaten (31.Dezember) um 84 Prozent auf 283 Millionen Pfund (rund 417 Mio Euro) und der Reingewinn auf 130 Millionen Pfund nach 12 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum. Der Vorsteuergewinn stieg von 80 Millionen Pfund auf 236 Millionen Pfund, während Analysten allerdings mit einem Anstieg auf 250 Millionen gerechnet hatten. Gleichzeitig konnte der Umsatz um 17 Prozent auf 1,77 Milliarden Pfund gesteigert werden. Die Zwischendividende soll sich auf 2,75 Pence je Aktie belaufen.

Ende 2003 konnten über 13 Millionen Haushalte in Großbritannien und Irland einen oder mehrere Sky-Kanäle empfangen, womit die Reichweite auf mehr als 50 Prozent stieg. Zugleich konnte das Unternehmen im vergangenen Quartal 193.000 neue Pay-TV-Kunden gewinnen, womit die Gesamtzahl auf 7,2 Millionen Abonnenten steigt. Das Ziel, bis Ende 2005 bereits acht Millionen Abonnenten zählen zu können, scheint damit in Reichweite. nr
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