Bruttowerbeumsätze der Medien fallen um 6 Prozent

Mittwoch, 11. September 2002

Im August ist der Werbemarkt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6 Prozent eingebrochen. Am härtesten trifft es dabei nach einer Auswertung von Nielsen Media Research den Werbeträger Hörfunk, der ein Minus bei den Bruttowerbeerlösen von 10,3 Prozent verschmerzen muss. Die TV-Sender verlieren 8,2 Prozent, die Publikumszeitschriften büßen 7,6 Prozent ein, Plakat muss ein Minus von 2,2 Prozent verschmerzen und die Tageszeitungen verbuchen minus 0,6 Prozent. Erfolgreich gegen den Trend kann sich dagegen die Fachpresse mit einem Umsatzplus von 5 Prozent behaupten.

Auch in der Bilanz für die Monate Januar bis August 2002 können die Fachzeitschriften als einzige Mediagattung ein Wachstum von 0,7 Prozent auf 264 Millionen Euro ausweisen. TV als stärkster Werbeträger ist gleichzeitig mit Minus 7,1 Prozent der größte Verlierer. Die Sender erzielten in den ersten 8 Monaten des Jahres 2002 einen Bruttowerbeeinnahmen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro. Die Publikumszeitschriften büßen 6,5 Prozent ein und liegen nun bei 2,4 Milliarden Euro. Funk schrumpft um 5,8 Prozent auf 578,7 Millionen Euro und Plakat verliert 4,1 Prozent auf 288,3 Millionen Euro. Die Tageszeitungen verbuchen ein Minus von 4,3 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.

Insgesamt ist der Werbemarkt in den ersten acht Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro zurückgegangen. Die Big-Spender unter den Werbungtreibenden haben dabei in der Summe von Januar bis August alle ihr Budget aufgestockt. Die Automobilindustrie als größter Werbungtreibender investierte mit 1,1 Milliarden Euro insgesamt 7,9 Prozent mehr in die klassischen Medien.

Der Handel stockte um 1,8 Prozent auf 663,6 Millionen Euro auf und die Pharmaindustrie liegt mit Werbespendings von 385,7 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 3,3 Prozent an dritter Stelle. Den Werbeetat deutlich reduziert haben dagegen die Finanzdienstleister (minus 51,4 Prozent), die Versicherungen (minus 34 Prozent) und die Spezialversender (minus 27,5 Prozent).
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