Bruttowerbeerlöse: Ostergeschäft beflügelt Medien

Donnerstag, 15. Mai 2003

Die Bruttowerbeumsätze der Medien verbuchen im April im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 6,8 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro. Doch der Schein des nahenden Aufschwungs trügt, denn für den soliden Zuwachs sorgte in diesem Jahr vor allem das späte Osterfest. So können sich die TV-Sender im April über ein Plus von 11,3 Prozent und Radio über plus 2,9 Prozent freuen. Allen voran legen die Plakatanbieter um 32,3 Prozent zu. Die Tageszeitungen verbuchen einen Zuwachs von 9,9 Prozent, allerdings erfasst das Marktforschungsinstitut nicht die rückläufigen Rubrikenmärkte. Die Publikumszeitschriften dagegen müssen im April ein Minus von 4,9 Prozent und die von Nielsen Media Research erfassten Fachzeitschriften einen Rückgang von 10,3 Prozent verschmerzen.

In den ersten vier Monaten des Jahres sind damit die Bruttowerbeumsätze der klassischen Medien um 0,6 Prozent auf 5,45 Milliarden Euro gesunken. Gegen den Trend entwickelt sich dabei die Gattung Plakat, die mit einem Plus von 11,1 Prozent auf einen Umsatz von 175 Millionen Euro kommt. Auch die Tageszeitungen verbuchen nach Nielsen ein Plus von 7,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. TV behauptet seine Stellung als umsatzstärkstes Medium, weist jedoch einen Rückgang von 1 Prozent auf 2,36 Milliarden Euro aus. Die Publikumszeitschriften müssen ein Minus von 7,6 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro verschmerzen. Die Bruttowerbeerlöse der Radiosender sinken um 3,5 Prozent auf 297 Millionen Euro. Die Fachpresse verbucht einen Einbruch von 5 Prozent auf 137 Millionen Euro. sch
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