Bruttowerbeerlöse: Erholung setzt sich im Mai fort

Montag, 16. Juni 2003

Der Aufwärtstrend hat sich bei den klassischen Medien im Wonnemonat Mai gehalten: Laut Nielsen Media Research gaben die Werbekunden 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr für Werbung aus. Insgesamt wurden 1,543 Milliarden Euro in die klassischen Medien investiert. Schon im April lag der Werbemarkt mit 6,9 Prozent im Plus. Allerdings profitierten die Medien hier noch von dem Ostergeschäft, das in den Vorjahren bereits im März in die Bücher einging. Kumuliert liegt der Gesamtmarkt bis Mai mit 0,3 Prozent im Plus.

Doch der Teufel steckt wie immer im Detail: So verzeichnen die Tageszeitungen mit 17,7 Prozent im Mai von allen Medien den größten Zuwachs. Doch geht hier nur ein Bruchteil des Geschäfts in die Statistik ein. Das von zweistelligen Einbrüchen geplagte Rubrikengeschäft, das den Löwenanteil der Erlöse ausmacht, wird nicht erfasst. Ebenfalls deutlich im Plus sind die TV-Sender mit 4,1 Prozent. Hier zieht vor allem der RTL-Vermarkter IP Deutschland mit 13,6 Prozent noch einmal kräftig an. Bereinigt um N-TV, das erst seit März 2003 zum IP-Portfolio gehört, beträgt der Zuwachs immerhin noch 11,9 Prozent. Die Cashcow RTL liegt im Mai mit 10,3 Prozent im Plus, Vox legt 15 Prozent, RTL 2 sogar 20,9 Prozent zu. Dagegen büßt Seven-One Media im Vorjahresvergleich 6,1 Prozent Umsatz ein. Dabei bricht Pro Sieben mit minus 10,6 Prozent am stärksten ein. Kumuliert liegen die Erlöse der deutschen TV-Stationen bis Mai exakt auf Vorjahresniveau.

Weniger rosig sieht es bei den Publikumszeitschriften aus, wo sich das kumulierte Minus mittlerweile auf 7,2 Prozent erhöht hat. Auch im Mai liegen die Zeitschriften mit 6,7 Prozent im Minus. Die Radiosender - im April noch 2,9 Prozent im Plus - geben im Mai wieder 1,4 Prozent nach. Ebenfalls im Minus sind die Fachzeitschriften mit 3,5 Prozent und die Plakatwerbeträger mit 0,9 Prozent. he
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