Browserkrieg: Firefox stößt Microsofts Internet Explorer von Thron

Mittwoch, 05. Januar 2011
Mozillas Firefox ist in Europa die Nummer Eins
Mozillas Firefox ist in Europa die Nummer Eins

Revolution im Browsermarkt: Microsoft hat in Europa erstmals die Marktführerschaft verloren. Neue Nummer Eins ist der Firefox von Mozilla. Nach den Berechnungen des Marktforschungsunternehmens Statcounter wurde der Open-Source-Browser in Europa im Dezember von 38,1 Prozent der Surfer genutzt. Microsofts Internet Explorer rutscht auf 37,5 Prozent ab. Bei Microsoft dürfte die Enttäuschung angesichts dieser Entwicklung groß sein. Laut Statcounter-CEO Aodhan Cullen wurde der Internet Explorer erstmals überhaupt in einem großen Markt vom Thron gestoßen. Erwähnenswert ist, dass der Firefox am Microsoft-Browser vorbeiziehen konnte, ohne selbst relevante Zuwächse zu erzielen. Seine Marktführerschaft hat der Mozilla-Browser vielmehr dem Wettbewerber Google zu verdanken. Dessen im Herbst 2008 gelaunchter Browser Chrome hat seinen Marktanteil im Dezember 2010 im Vergleich zum Vorjahr von 5 Prozent auf knapp 15,6 Prozent gesteigert - vor allem zulasten des Internet Explorers. Der Firefox konnte seinen Marktanteil laut Statcounter-Boss Cullen dagegen stabil halten.


Ein weiterer Grund für den Negativtrend bei Microsoft dürfte das Eingreifen der Europäischen Kommission sein. Die Behörde hatte den Softwareriesen im März 2010 dazu verdonnert, Nutzern seines Windows-Betriebssystems mehr Freiheiten bei der Auswahl ihres Internet-Browsers zu bieten. Seitdem können Nutzer aus verschiedenen Browsern auswählen.

In Nordamerika bleibt alles beim Alten. Hier liegt der Internet Explorer mit einem Marktanteil von fast 49 Prozent weiterhin an der Spitze, gefolgt vom Firefox (26.7 Prozent), Chrome (12.8 Prozent) und Safari (10.2 Prozent). mas
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