Brigitte plant offenbar Rückkehr zu professionellen Models / Leser-Voting zum Thema

Dienstag, 04. September 2012
Seit 2010 verzichtet die "Brigitte" auf professionelle Models
Seit 2010 verzichtet die "Brigitte" auf professionelle Models

Zeitenwende bei der "Brigitte"? Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge plant Stephan Schäfer, mit Brigitte Huber seit Kurzem Chefredakteur des Frauentitels, eine Abkehr von der "Ohne-Models"-Strategie, die vor drei Jahren von Schäfers Vorgänger Andreas Lebert mit viel Getöse verkündet worden war. Strittig sind die Gründe für den Schwenk. Denn das Traditionsblatt, die "Brigitte" gibt es seit 1954, musste zuletzt - wie viele andere 14-tägliche Frauentitel allerdings auch - Auflagenrückgänge hinnehmen (im 2. Quartal 2012 minus 8 Prozent). Darüber hinaus soll die Arbeit mit den lebensechten Frauen arbeits- und kostenintensiver gewesen sein: Der Verlag bezahlt den Laien-Models angeblich vergleichbare Honorare wie den Profis, jedoch soll der redaktionelle Auswahlprozess weitaus aufwendiger sein als bei durch Agenturen vermittelten Frauen.

Einen spürbaren Effekt auf die Zahlen hatte der Verzicht auf professionelle Models demnach nicht - und damit fehlen auch belastbare Gründe, die Strategie weiter zu verfolgen. Zumal die Revolution nur eine halbherzige war: bereits zur ersten Ausgabe mit "natürlichen Frauen" urteilte HORIZONT.NET, dass der Leserin der Unterschied kaum auffallen würde. Denn nach wie vor beherrschten Frauen zwischen 20 und 30 mit niedriger Konfektionsgröße das Heft. Hinzu kam, dass das No-Models-Konzept durch die stets groß beworbene "Brigitte"-Diät konterkariert wurde. ire

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