"Brigitte": Re-Design soll Inhalte schneller erfassbar machen

Donnerstag, 19. Juli 2012
Die Veränderungen werden ab Ausgabe 17 sichtbar
Die Veränderungen werden ab Ausgabe 17 sichtbar
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Brigitte Huber Andreas Lebert Spagat Kolja Kahle


Wie erfindet man einen Frauenzeitschriften-Klassiker neu - immer wieder, alle paar Jahre? Am besten: gar nicht. Am besten, man dekoriert hier die Modeseiten um, rüscht da die Beauty-Themen auf und würzt dort die Food-Strecken nach. Und besinnt sich bei den Geschichten rund ums Leben auf das, was das Blatt auszeichnet. Denn nur so werden, hoffentlich, Stammleserinnen nicht abgeschreckt und neue hinzugewonnen. In diesem "Spagat zwischen Tradition und Avantgarde" (Chefredakteure Brigitte Huber und Andreas Lebert) verpasst sich Gruner + Jahrs 14-tägliche "Brigitte" ein neues Design. Relaunch wäre übertrieben, wie gesagt. Man sieht die Veränderungen ab Heft 17, das in der kommenden Woche erscheint. Es gibt neue Schriftarten, Spaltenlinien im Satzspiegel, mehr Fettungen, Zwischenüberschriften, Weißraum und farbliche Abstimmung zwischen Schriften und Fotos. Die Inhalte werden schneller erfassbar, alles wirkt etwas aufgeräumter, eleganter. Besonders Dossier, Reportagen und Portraits erhalten mehr Aufmerksamkeit und Aufwertung. Auf den oft kleinteilig produktorientierten Mode- und Beautyseiten ist dieser Effekt indes weniger zu erkennen.

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Das neu gestaltete Cover - das Logo ist etwas größer geworden und im Anschnitt nach oben gerückt - lässt mehr Platz für grafische Elemente und Themenanrisse. Davon erhofft man sich eine Stabilisierung der Einzelverkäufe, und von der Heftumgestaltung überhaupt eine Festigung der Gesamtauflage, die bei der „Brigitte", ebenso wie bei den beiden anderen 14-täglichen Frauenzeitschriften, mächtig unter Druck geraten ist. Verantwortlich fürs Re-Design sind „Brigitte"-Art-Director Kolja Kahle und die Münchner Agentur Anzinger Wüschner Rasp. rp

Schriften und Fotos werden farblich besser aufeinander abgestimmt
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