Bravo, Twist, Yeah: Bauer feilt an seinen Jugendmarken

Donnerstag, 14. Juni 2012
Stefan Gröner, Geschäftsführer von Bauer in München
Stefan Gröner, Geschäftsführer von Bauer in München

Mehr Kohle mit Kids: Die Bauer Media Group sortiert ihre Jugendmarken neu. Ziel ist eine bessere Hinführung junger Leser zu den drei Haupttiteln "Bravo", "Bravo Girl" und "Bravo Sport", eine klarere Abgrenzung der Hefte untereinander - und natürlich die Stabilisierung der zuletzt heftig gesunkenen Auflagen. Verantwortlich dafür ist Stefan Gröner, seit Herbst 2011 Geschäftsführer der Münchner Bauer-Unit und damit Nachfolger von Axel Bogocz. Als erstes haben Gröner und der neue Chefredakteur Alex Gernandt den Haupttitel "Bravo" angefasst: jede größere Geschichte wird nun auf Bravo.de weitergedreht; außerdem reichert die Redaktion aktuelle Storys künftig mit Rückblicks- und Hintergrund-Elementen an, um die langjährige Nähe von "Bravo" zu den Stars herauszuarbeiten. Ziel ist es, die Kauffrequenz zu erhöhen.

Neues auch bei "Bravo Girl": Der 14-tägliche Titel für Mädchen und junge Frauen zwischen 14 und 19 Jahren verstärkt seine Ressorts Mode und Beauty nun auch dadurch, dass Klamotten und Kosmetik opulenter, szenischer und auch mal anhand junger Stars dargestellt werden, bevor dann die Seiten mit den üblichen kleinteiligen Produktpräsentationen beginnen.

Größere Veränderungen gibt es bei Bauers beiden Einstiegstiteln. "Twist", bisher ein Star-Magazin für Mädchen, wird zur jüngeren Ausgabe von "Bravo" umpositioniert, die Zielgruppe wird auf Jungs erweitert und verjüngt auf 10- bis 14-Jährige. Die Frequenz erhöht sich von monatlich auf dreiwöchentlich. Bei Erfolg ist ein noch höherer Takt denkbar.

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Analog dazu positioniert Gröner "Yeah" als kleine Schwester von "Bravo Girl". Passend zur Zielgruppe (Mädchen zwischen zehn und 13 Jahren) bringt "Yeah" allerdings weniger Mode/Beauty und stattdessen mehr Star-Geschichten. Außerdem lagert Bauer die Produktion des Monatsheftes fortan aus: an das Münchner Redaktionsbüro Lück. rp
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