Boudgoust: „Jeder Euro für den Drei-Stufen-Test fehlt im Programm"

Freitag, 05. Dezember 2008
Peter Boudgoust
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Peter Boudgoust Prüfungsmonster SWR NDR


Peter Boudgoust  hat im Zuge einer Sitzung des SWR-Rundfunkrates nochmals verstärkt Kritik am „Drei-Stufen-Test" geübt. Das „bürokratische Prüfungsmonster", wie es der SWR-Intendant und zukünftige ARD-Vorsitzende formuliert, werde in den kommenden Jahren viel Kraft und Geld fordern, das sonst ins Programm investiert worden wäre. Der Rundfunkrat des SWR ist heute zusammengetreten, um die Konstellation des künftigen "Drei-Stufen-Test"-Ausschusses und die diesbezüglichen Verfahrensregelungen zu klären. So wird sich der Prüfungsausschuss aus 18 Mitgliedern zusammensetzten, drei aus dem Verwaltungsrat und drei aus dem Rundfunkrat. Zudem sollen die SWR-Gremien, die das Prüfverfahren betreuen, personell und finanziell verstärkt werden. "Unsere Zukunft hängt von unserer Präsenz im Internet ab. Deshalb hängt diese Zukunft vom Drei-Stufen-Test ab!", erklärt Boudgoust dazu.

Der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag sieht vor, zu prüfen, ob die Online-Angebote der Öffentlich-Rechtlichen Sender ihrem Programmauftrag entsprechen. Die Regelung soll ab Mai 2009 in Kraft treten.

Bereits vor dem offiziellen Starttermin will der NDR sein Internetangebot testen. Auf freiwilliger Basis will der Hamburger Sender seine geplante Mediathek dem Drei-Stufen-Test unterziehen. In der Mediathek sollen ab Frühjahr Sendungen nach Ausstrahlung im Hörfunk und Fernsehen schneller angeboten werden als bisher. Dritte haben bis Januar die Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen. Weitere Informationen gibt es auf www.ndr.de. nk
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