Booz-Allen & Hamilton: Deutscher E-Commerce-Umsatz explodiert

Freitag, 02. Juli 1999

Im Jahr 2002 werden im Internet in Deutschland insgesamt rund 46 Milliarden Mark umgesetzt. 1997 lag der Umsatz noch bei 3,3 Milliarden Mark. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse der Management- und Technologie-Beratung Booz-Allen & Hamilton. Thomas Künstner, Mitglied der Geschäftsleitung: "Die rasant wachsende Bedeutung des E-Commerce im Business-to-business, vor allem aber im Konsumentenbereich, zwingt die Anbieter, neue Business-Modelle zu entwickeln und zu implementieren. Das Rennen zwischen jungen Start-ups wie Amazon.com und E-Trade einerseits und etablierten Unternehmen wie Bertelsmann und Deutsche Bank hat begonnen." In den USA habe der E-Commerce im Segment der Privatkonsumenten das Nischendasein längst verlassen. 25 Prozent des privaten Aktienhandels werde über das Internet abgewickelt, jeder vierte Autokäufer nutzt das Netz zur Informationsbeschaffung oder zum Kauf. Auch in Deutschland habe das Interesse am Online-Handel deutlich zugenommen. In einer Umfrage von Booz-Allen & Hamilton zeigten sich 54 Prozent der Befragten am E-Commerce interessiert, vor zwei Jahren waren es nur 31 Prozent. Ebenso nimmt auch die Zahl der Online-Käufer sowie der Umsatz pro Käufer kontinuierlich zu. 1998 tätigten gut eine Million Kunden Käufe via Internet und gaben dabei durchschnittlich 954 Mark pro Jahr aus. Im Jahr 2001 wird sich die Zahl der Online-Konsumenten mehr als vervierfachen. Zudem werden die Käufer dann mit 2100 Mark pro Jahr mehr als das Doppelte im Netz ausgeben.
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