Booxtra wirbt mit Printanzeigen für kostenfreien Buchversand

Mittwoch, 06. März 2002
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Hektik bei den Online-Buchhändlern. Nachdem Amazon den kostenfreien Versand für Buchbestellungen unter 20 Euro überraschend gekippt hat, prüft nun offenbar auch BOL die Einführung von Portogebühren. Zwar werde man vorerst keine Versandgebühren für Bücher einführen, heißt es bei BOL. Eine Kampagne, die den derzeitigen Kostenvorteil gegenüber dem Wettbewerber Amazon kommuniziert, plant die Bertelsmann-Tochter aber nicht. "Wir wollen nichts versprechen, was wir nachher nicht halten können", deutet Marketingchef Andrew J. Simpson an.

Dagegen wollen andere Wettbewerber wie Booxtra, Primus-Online oder Karstadt.de online bestellte Bücher auch weiterhin zum Nulltarif ausliefern. Dabei wird auch verstärkt der Versuch unternommen, verprellte Amazon-Kunden abzuwerben. Booxtra hat sich jetzt entschlossen, eine Printkampagne zum Thema Versandkostenfreiheit zu starten. Die von der Agentur 2in München kreierten Anzeigenmotive sollen im Frühjahr vor allem in Titeln der an Booxtra beteiligten Verlagshäuser Axel-Springer-Verlag und Holtzbrinck-Verlag geschaltet werden.

So sollen die Motive unter anderem in der "Welt" und im "Handelsblatt" platziert werden. Geplant ist außerdem, Anzeigen zum Thema in der "FAZ" und "Süddeutschen Zeitung" zu schalten, die nicht an Booxtra beteiligt sind. Über das Budget wurde Stillschweigen vereinbart.

Mehr zur Versandkostenstrategie der deutschen Online-Buchhändler lesen Sie in der kommenden Ausgabe von HORIZONT (10/2002), die am 7. März erscheint.
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