Bookbuildingspanne für ricardo.de-Aktie zwischen 24 bis 28 Euro

Mittwoch, 14. Juli 1999

Vom 14. bis zum 19. Juli werden rund 2 Millionen Aktien der ricardo.de AG interessierten Anlegern im Rahmen eines Bookbuilding-Verfahrens zum Kauf angeboten. Die ricardo.de-Aktie wird voraussichtlich ab 21. Juli im Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Europaweit nimmt damit erstmals ein reines Internet-Auktionshaus die Börsennotierung auf. Das im Juli des Vorjahres gegründete Unternehmen realisierte im Rumpfgeschäftsjahr 98/99 einen Umsatz von über 5 Millionen Mark bei über 100.000 registrierten Kunden. "ricardo.de hat sich im Markt als eine erfolgreiche Marke im Online-Geschäft mit großen Entwicklungsperspektiven positioniert," so Dr. Christoph Linkwitz, CEO der ricardo.de AG in Hamburg. Zu den Partnern des Unternehmens zählen unter anderem Otto-Versand, Microsoft und Gruner + Jahr. Zudem wurde kürzlich eine Kooperation mit dem Privatsender Sat 1 geschlossen. Die Preisspanne der Aktien beträgt zwischen 24 und 28 Euro. Damit umfaßt das Plazierungsvolumen zwischen 48,8 Millionen Euro und 57 Millionen Euro. Das gab jetzt die Deutsche Bank als Konsortialführer bekannt. Dem Bankenkonsortium gehören auch die Commerzbank sowie M.M. Warburg an. Es werden bis zu 2,036 Millionen Stückaktien ausgegeben, von denen 1,735 Millionen aus einer Kapitalerhöhung stammen. Die ricardo.de verfolgt das strategische Ziel, durch die schnelle Etablierung ihres Markennamens, die Erweiterung der Produktpalette und eine gezielte internationale Expansion zum führenden Online-Auktionshaus in Europa zu werden. Aus den Mitteln des Börsenganges sollen insbesondere die Festigung der Marktposition in Deutschland, intensive Marketing- und Werbemaßnahmen, der Aufbau der technischen Infrastruktur sowie Akquisitionen im In- und Ausland finanziert werden.
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