Böser Rückschlag für die Motor-Presse

Mittwoch, 24. April 2002
Themenseiten zu diesem Artikel:

Michael Schallmeyer


Die Stuttgarter Motor-Presse ist mit einem überraschend frühen Antrag auf Wiederaufnahme bei der IVW in erster Instanz durchgefallen. Der IVW-Organisationsausschuss Presse hat in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen, die Wiederaufnahme der Stuttgarter in die IVW erst zum 1. Quartal 2003 zu empfehlen. Endgültig wird der IVW-Verwaltungsrat in der Jahresversammlung am 28. Mai darüber abstimmen.

Ursprünglich wollten die Stuttgarter, die nach einem Skandal über gefälschte Auflagenzahlen im vergangenen Herbst aus der IVW ausgetreten waren, schon im 2. Quartal dieses Jahres wieder dabei sein. Ein entsprechender Antrag war bei der IVW am 15. April eingegangen. Doch die Mehrheit im Organisationsausschuss, in dem Kunden-, Agenturvertreter und Printmedien sitzen, hielt eine Strafzeit für angemessen.

"Die IVW-Satzung sieht bis zu zwei Jahre Sperre vor, wenn ein Mitglied nach Aufnahme der Beratung über Sanktionen oder Sonderprüfung austritt", erklärt IVW-Geschäftsführer Michael Schallmeyer. Insofern sei die Empfehlung "eine Ermäßigung der eigentlich satzungsgemäß möglichen Sperrzeit". Insider berichten, dass sich BDZV und VDZ für eine frühere Aufnahme stark gemacht haben sollen, während Kunden und Agenturen im Ausschuss dagegen stimmten.
Meist gelesen
stats