Börsenbaisse relativiert Gründungsboom bei Wirtschaftstiteln

Mittwoch, 11. April 2001

Die Börsenbaisse hat der Gründungseuphorie vieler Verlage einen Dämpfer versetzt. Zahlreiche Ideen für Wirtschafts- und Finanztitel, die im Boomjahr 2000 angeschoben wurden, verschwinden angesichts des negativen Trends im Anzeigen- und Vertriebsmarkt wieder in der Schublade.

Besonders betroffen sind Anlegerblätter und General-Interest-Titel, während der Gründungselan bei Internet-Wirtschaftstiteln offenbar anhält. Potenzial wittern die Verlage zudem in der Nische: So geht "Finance", ein Blatt für Firmenverkäufe, Ende April erstmals an den Kiosk. Seit Juli 2000 wird das Gemeinschaftsobjekt von "Manager-Magazin", FAZ-Stiftung und der Beratungsfirma Dr. Würtele im Abo vertrieben.

Der auf Kunsthandel ausgerichtete "Art Investor" kommt ab Juni auf den Markt. General-Interest-Titel wie die von G+J anvisierte deutsche Ausgabe der US-Titel "Business Week" und "Fast Company" oder der "Finanz-Spiegel" trauen sich hingegen nicht aus den Startlöchern.

"Über einige Gedankenspiele sind wir nicht hinausgekommen" erklärt "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust im HORIZONT-Interview. Das "Manager-Magazin" beweist Mut zum Risiko und bringt ab September vier Mal jährlich mit "Netmanager" eine Zeitschrift für die alte und neue Wirtschaft heraus. Der IDG Communications Verlag will ebenfalls ab September mit seinem monatlich erscheinenden IT-Wirtschaftsmagazin "CIO" Führungskräfte und Entscheider in Unternehmen ansprechen. Mehr zu diesem Thema lesen Sie ab Donnerstag in HORIZONT 15/2001.
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