Bloomberg-Manager Pearlstine sieht keine Zukunft für Tageszeitungen

Dienstag, 19. Januar 2010
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Schlechte Nachrichten für die Verleger von Tageszeitungen hatte Norman Pearlstine, Chief Content Officer bei Bloomberg und verantwortlich für den Relaunch des Wirtschaftsmagazins "Business Week", in seiner Keynote zur Eröffnung des Deutschen Medienkongresses 2010 in Frankfurt: "Das Informationsmodell der Tageszeitung hat sich überlebt. Ich gehe davon aus, dass sich in den USA im nächsten Jahrzehnt die Mehrheit von einer täglichen Erscheinungsweise verabschieden wird." Den heimischen Zeitungsmanagern gab er ein wenig mehr Zeit. Der deutsche Markt profitiere von einer tiefer verwurzelten Lesekultur und einer höheren Zahlungsbereitschaft: " Trotzdem wird die deutsche Medienlandschaft langfristig den amerikanischen Trends folgen." Lobend erwähnte er das deutsche Zeitungen - insbesondere die "Bild"-Zeitung - die Notwendigkeit zu einer stärkeren unternehmerischen Ausrichtung ihres Geschäftsmodell erkannt hätten: "Das ist ein Aspekt wo die USA von Deutschland lernen kann."

Auch für Bücher und Magazine sieht Pearlstine einen langsamen Abschied von der gedruckten Erscheinungsweise: "Diese Formate werden sich immer stärker auf elektronische Lesegeräte verlagern." cam
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