Bitkom und Ilse Aigner wollen Vertrauen in die digitale Welt stärken

Montag, 05. März 2012
Mehr Vertrauen fordern Bundesministerin Ilse Aigner...
Mehr Vertrauen fordern Bundesministerin Ilse Aigner...

Der Branchenverband Bitkom und das Bundesministerium für Verbraucherschutz setzen sich für mehr Vertrauen in die digitale Welt ein. Hintergrund ist eine im Vorfeld der Cebit veröffentlichte Studie im Auftrag des Bitkom, laut der 69 Prozent der Internetnutzer im Web weniger leicht Vertrauen fassen als in anderen Alltagssituationen. "Vertrauen setzt voraus, dass es sichere Angebote gibt, die die Privatsphäre respektieren und schützen", sagt Bundesministerin Ilse Aigner, die das Thema Datenschutz seit längerer Zeit ganz oben auf ihrer Agenda stehen hat. Auch von Seiten des Bitkom nimmt man die Unternehmen in die Pflicht: "Vertrauen kann man sich nur erarbeiten", sagt Bitkom-Präsident Dieter Kempf. "Über eine lange Zeitdauer, in der man seinen Kunden immer und immer wieder zeigt: Auf mich ist Verlass."

...und der Branchenverband Bitkom
...und der Branchenverband Bitkom
Laut der aktuellen Untersuchung des Bitkom seien die wichtigsten Kriterien für Vertrauen im Internet Datensicherheit, Datenschutz, verständliche und faire Geschäftsbedingungen sowie eine transparente Abwicklung von Bestellungen. Diese Punkten nennen dem Bitkom zufolge mindestens sieben von zehn Internetnutzern - noch vor der Produktqualität. Zu Vertrauensbildenden Maßnahmen gehörten auch verbraucherfreundliche Technik und datenschutzfreundliche Voreinstellungen im Design der Angebote, betont Aigner. "Von vornherein sollten nicht mehr Daten erhoben werden, als es für den konkreten Zweck erforderlich ist."

Sowohl der Bitkom als auch das Bundesministerium wollen ihr Engagement für mehr Schutz und Transparenz im Netz erhöhen - besonders im Hinblick auf junge Nutzer. Mit dem Start der Cebit startet deshalb eine Neuauflage der Jugend-Kampagne "Watch your Web". Auf dem Informationsportal können junge Onliner mehr über ihre Rechte, IT-Sicherheit und den Schutz vor Risiken wie Mobbing oder Kostenfallen erfahren. Die Kampagne wird von der Fachstelle für internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland realisiert. ire
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