Bitkom gibt Empfehlungen zur Internetnutzung von Kindern

Dienstag, 07. Juli 2009
Für die meisten Kinder gehört das Internet zum Medienalltag
Für die meisten Kinder gehört das Internet zum Medienalltag

Für Kinder und Jugendliche gehört das Internet inzwischen zum ganz normalen Medienalltag. Bereits im Grundschulalter ist die Mehrheit der Kinder online: 71 Prozent der 7- bis 10-Jährigen nutzen das Internet, wenn im Haushalt der Eltern die entsprechende Technik vorhanden ist. Das geht aus einer Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) hervor, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Von den 11- bis 14-Jährigen nutzen 93 Prozent einen vorhandenen Internetzugang im Elternhaus, im Alter von 15 bis 17 Jahren sind es sogar 99 Prozent. Kinder und Jugendliche nutzen das Web 2.0 besonders intensiv, wie aus den Ergebnissen des BITKOM hervorgeht. Interaktive Online-Dienste zum Austausch mit Freunden oder zur Präsentation eigener Inhalte stehen hoch im Kurs. So nutzen 90 Prozent der 10- bis 17-Jährigen Messaging-Dienste und ähnliche Kommunikationsmöglichkeiten. Jeder Zweite stellt eigene Fotos ins Netz, jeder Vierte beteiligt sich an Diskussionsforen. Aus diesem Grund haben der Verband und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsame Empfehlungen zum Jugendschutz im Internet ausgesprochen.

"Das Web gehört fest zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Umso wichtiger ist es, die Bedürfnisse der jüngsten Surfer zu kennen und kindgerechte Angebote zu fördern", sagt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer: "Die Studienergebnisse zeigen: Die Mehrzahl der Eltern ist sich der Herausforderung Internet bewusst. Es gibt aber noch Nachholbedarf, und das liegt vor allem an fehlendem Know-how."

Zu den Empfehlungen von Bitkom und dem Familienminsterium gehören unter anderem die Einrichtung von Jugendschutzfiltern, die Nutzung von speziellen Portalen für Kinder und Jugendliche und eine frühzeitige Medienerziehung, die schon in der Grundschule beginnen sollte. Die Ergebnisse der Studie und die Empfehlungen sind unter Bitkom.de zu finden. dh
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