"Bild" zieht um und denkt über eine Preiserhöhung nach

Mittwoch, 19. März 2008
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Nachdem 100 Helfer rund 5000 Umzugskartons mit 120 LKW-Touren von Hamburg nach Berlin gebracht haben, ist es an Ostern soweit: "Bild" und "Bild am Sonntag" beziehen ihr Quartier in der Hauptstadt. Die erste Redaktionssitzung findet am Karfreitag statt, am Samstag erscheint "Bild" und am Ostersonntags "Bams" erstmals aus dem neuen Hauptsitz. Mit einer Verhüllungsaktion begrüßen die rund 400 Mitarbeiter der Redaktionen und Verlagsbereiche die Hauptstadt. Ein Flügel des Axel-Springer-Hochhauses wurde dafür komplett in den Farben Rot und Weiß verpackt. Die 51 mal 46 Meter große, lichtdurchlässige Plane zeigt das Logo der Zeitung und die Botschaft: "Bild liebt Berlin."

"Der Umzug wird "Bild" und "Bild am Sonntag" nutzen, weil Europas größte Tageszeitung und Deutschlands größter Sonntagstitel dort gemacht werden müssen, wo das politische Herz des Landes schlägt, wo Entscheidungen getroffen werden, wo die Kultur- und Kunstszene zuhause ist und wo Ideen und gesellschaftliche Trends entstehen", sagt Andreas Wiele, Vorstand Bild-Gruppe und Zeitschriften. Er ist überzeugt, dass sich die journalistische Leistung mit der größeren Nähe am Geschehen verbessere.

Dies rechtfertigt offenbar auch einen höheren Copypreis. Wiele denkt darüber nach, "Bild" in den alten Bundesländern künftig für 60 statt wie bisher für 50 Cent zu verkaufen. Dies bestätigt ein Sprecher des Unternehmens gegenüber Horizont.net. Tests in Frankfurt, Stuttgart und Hamburg hätten gezeigt, dass dies von den Lesern akzeptiert würde. In den neuen Bundesländern soll das Blatt auch weiterhin 50 Cent kosten.
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