"Bild" feiert fünf Jahre Leser-Reporter

Donnerstag, 07. Juli 2011
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Für Medienwächter und Wettbewerber war der Start der Bild-Leser-Reporter vor fünf Jahren nichts anderes als eine Katastrophe, für die "Bild"-Zeitung ist es eine Erfolgsgeschichte. Nun zieht die Zeitung mit den großen Buchstaben zufrieden Bilanz: Aus der Idee habe sich eine "starke und engagierte" Bewegung entwickelt. Der journalistische Mehrwert sei sogar durch eine Studie belegt worden. Im Vorfeld des Jubiläums beauftragte die "Bild" den Medienwissenschaftler Wolfgang Donsbach von der TU Dresden mit einer Analyse der Beiträge und ihrer Urheber. "Leser-Reporter fungieren als Stimme der kleinen Leute, sie schaffen Nähe und erhöhen so die Identifikation der Leser mit ihrer Zeitung, fasst der Professor seine Erkenntnisse zusammen. 500 Leser-Reporter hatte Donsbach für seine Studie befragt. Dabei habe sich gezeigt, dass die Freizeit-Paparazzos "überdurchschnittlich gesellschaftlich engagiert sind und ethische Standards achten."

Da frohlockt auch "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann: "1414' war 2006 eine Provokation für die deutsche Medienlandschaft, heute sind Bild-Leser-Reporter Vorbild für zahlreiche andere Medien bei der aktiven Einbindung ihrer Leser." Er freue sich jeden Tag auf die Beiträge seiner Leser-Reporter, fügte Diekmann süffisant an.

Über 15.800 an die Kurzwahl 1414 verschickte Fotos seien bislang in der "Bild" gedruckt worden, 1346 als Aufmacher. Am 12. Juli wird die Zeitung eine Best-Of-Serie aus fiünf Jahren Leser-Reporter veröffentlichen. ire
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