Bild Kino: Von Bild.de lernen heißt siegen lernen??!

Montag, 04. Januar 2010
Themenseiten zu diesem Artikel:

Kai Diekmann Axel Springer Deutschland


Keine Entscheidung der HORIZONT-Jury hat so viele Diskussionen ausgelöst wie die Wahl von Kai Diekmann zum Medienmann des Jahres 2009. Dass der „Bild"-Chef polarisiert, war klar. Dass die Wahl auf Diekmann (auch) gefallen war, weil er wie kaum ein anderer Medienmacher dieser Republik bei vollem eigenen Körpereinsatz, sprich: eigenem Blog, eine ehemalige Printmarke zu einer multimedialen Plattform ausgebaut hat, haben manche Jury-Kritiker und Boulevard-Feinde (mutwillig) übersehen. Nun zeigt die jüngste Meldung aus dem Hause „Bild", wie weit Axel Springer sein „Bild"-Experiment vorantreibt. Videos und Livestreams sind schon seit geraumer Zeit Bestandteil von „Deutschlands größtem News- und Entertainment-Portal", so die Eigendarstellung von Axel Springer. Seit heute können Nutzer/Leser/Zuschauer diverse Blockbuster in unterschiedlichen Genres (von A wie Action bis S wie Schmalz) anschauen: Kostenlos, ohne Software-Installation, (bislang größtenteils auf Englisch). Lediglich den einen oder anderen Werbeblock muss der Zuschauer ertragen- für die Privat-TV-gestählten deutschen Fernsehzuschauer dürfte das kein Problem sein. 

Bild.de macht damit vor, was anderen Printablegern im Netz erst noch bevorsteht: Der Umbau zu einer multimedialen Plattform. Was spricht eigentlich dagegen, dass man auf Spiegel.de nicht nur Reportage-Bewegtbilder, sondern auch anspruchsvolle Spielfilme der offline vertriebenen Spiefilmreihe anschaut? Auch wenn es manchen schwerfällt: Vielleicht heißt die Devise für die eine oder andere Website eines Printhauses im Jahr 2010: Von „Bild" lernen, heißt siegen lernen. vs
Meist gelesen
stats