Bilanz: Georg von Holtzbrinck wächst vor allem digital

Montag, 04. April 2011
Die Verlagsgruppe setzt verstärkt auf digitale Geschäftsfelder
Die Verlagsgruppe setzt verstärkt auf digitale Geschäftsfelder

Erfolgreicher Digitalisierungskurs: Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ist im vergangenen Jahr vor allem in digitalen Geschäftsfeldern kräftig gewachsen. Innerhalb der klassischen Geschäftsfelder stiegen die Online-Umsätze im Geschäftsjahr 2010 um 39 Prozent, die digitalen Angebote der Stuttgarter Verlagsgruppe legten um 21 Prozent zu. Der Gesamtumssatz sank durch den Verkauf mehrerer Beteiligungen leicht. Holtzbrinck hatte sich im vergangenen Jahr unter anderem von der "Main-Post", dem Lebensmittel Praxis Verlag und dem Technikportal Golem.de getrennt. Dadurch fielen Umsätze in Höhe von 280 Millionen Euro weg. Der Gesamtumsatz der Verlagsgruppe lag 2010 mit 2,26 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert (2,36 Milliarden Euro). In den weitergeführten Geschätfsfeldern stieg der Umsatz organisch um 6 Prozent. Das operative Ergebnis (EBITDA) liegt mit 230 Millionen Euro um 22 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Eigenkapitalquote stieg von 33 Prozent auf 39 Prozent und bietet damit "gute Voraussetzungen für die künftige Entwicklung", wie die Verlagsgruppe mitteilt.

Holtzbrinck investiert in erster Linie in digitale Geschäftsfelder: Im Januar haben die Stuttgarter einen 177 Millionen Euro schweren Investmentfonds für Internet-Start-Ups aufgelegt. Als Partner konnte die Unternehmensbeteiligungsgesellschaft Habour Vest gewonnen werden. Seit 1998 hat die Tochter Holtzbrinck Ventures in über 80 Unternehmen investiert und Firmen wie zum Beispiel Parship.com und Experteer.com gegründet. Andere Investitionen sind unter anderem Groupon, Zalando, Brands4Friends, StudiVZ.net, MyHammer.com, Bol.com oder Adscale.de und eDarling. dh
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