Big Deal mit G+J: Amobee will mobile Werbung revolutionieren

Donnerstag, 05. August 2010
Setzt auf Amobee: G+J-Manager Oliver von Wersch
Setzt auf Amobee: G+J-Manager Oliver von Wersch

Amobee Media Systems hat einen weiteren Großverlag von seiner mobilen Werbeplattform überzeugt. Eigenen Angaben zufolge arbeitet das Unternehmen nun auch exklusiv für Gruner + Jahr Electronic Media Sales (G+J EMS). Damit liefert Amobee Werbung auf mobilen Seiten von Titeln wie "Financial Times Deutschland", "Spiegel", "Stern" und "Gala" aus. Amobee Media Systems bietet eine technische Plattform an, auf der Medienhäuser und Mobilfunkbetreiber Werbeplätze für mobile Portale vermarkten können. Die Plattform soll zudem dafür sorgen, dass die Werbung korrekt auf den Endgeräten der Verbraucher ausgeliefert wird. Das Angebot steht auch Mediaagenturen offen, die sich bereits jetzt einloggen können. Im Laufe des Jahres sollen registrierte Dienstleister auf dem sogenannten Marketplace auf das Inventar zugreifen und Werbeplätze direkt buchen können.

Gruner + Jahr ist nur einer von vielen Verlagen, die mit Amobee zusammenarbeiten. Darüber hinaus stehen auch große Mobilfunkkonzerne wie Vodafone und Telefonica auf der Kundenliste, der spanische Telko-Riese setzt die Amobee-Plattform sogar weltweit ein. Dank dieser Partnerschaften erreicht Amobee eigenen Angaben zufolge täglich etwa einen von sieben mobilen Nutzern weltweit - und stellt damit die meistgenutzte mobile Werbeplattform in der Branche. „Drei von vier mobilen Webseiten und die überwiegende Mehrheit der Anwendungen werden nun über die Amobee-Plattform erreichbar, sichtbar, bewertbar und buchbar und können nahtlos und gewinnbringend dazu genutzt werden, relevante und spezifisch orientierte Werbeinhalte an die jeweilige Zielgruppe zu richten", verspricht Zohar Levkovitz, CEO und Mitgründer von Amobee.

Und Amobee - seit Anfang des Jahres auch Eigentümer der weltweit größten mobilen Werbeagentur  RingRing Media - glaubt durchaus, auch in Zukunft weiter wachsen zu können. Anlass für den Optimismus ist vor allem der offene und integrierte Ansatz, den das Unternehmen bei der mobilen Werbung verfolgt und der die zahlreichen Werbeformate standardisieren soll. Oliver von Wersch, Director Mobile bei G + J EMS, glaubt, dass dank dieser Konsolidierung "aus dem unübersichtlichen und kaum erschlossenen mobilen Werbemarkt ein wichtiger Kommunikationskanal für G+J EMS" wird. Das sehen auch andere Experten so: "Wo bisher Verwirrung über ein fragmentiertes Angebot herrschte, finden Herausgeber von mobilen Inhalten und Werbefachleute jetzt eine wertvolle Werbeplattform“, sagt Michael Moritz von Sequoia Capital. mas
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