Big Data: Wann User bereits sind, persönliche Daten mit Unternehmen zu teilen

Donnerstag, 14. März 2013
Studie von Ogilvy One: Nutzer wären durchaus offen für Big Data (Foto: Dreaming Andy / Fotolia)
Studie von Ogilvy One: Nutzer wären durchaus offen für Big Data (Foto: Dreaming Andy / Fotolia)
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Ogilvy One Tournee Maex Marketingproblem Deutschland


"Sexy Little Numbers" lautet das Buch, mit dem Dimitri Maex, Chef der New Yorker Dependance von Ogilvy One, derzeit auf Tournee ist. Das Werk vermittelt vor allem eine Botschaft: Mit Daten lassen sich viele konkrete Marketingprobleme lösen. Doch die von Ogilvy zum Buch durchgeführte Begleitstudie "Unsexy Data Concerns" dokumentiert ausführlich, wie skeptisch die Konsumenten jeden Versuch der Unternehmen sehen, private Daten zu kommerziellen Zwecken zu sammeln. Dabei, so ein Ergebnis der Befragung, wären Nutzer durchaus offen für das Thema - wenn sie einen Gegenwert für ihre Daten erhalten.

Big Data: Einstellung der Konsumenten zur Nutzung ihrer Daten

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Die Studie ergab zunächst, dass 88 Prozent der User dagegen sind, dass ihr Onlineverhalten getrackt wird. Das ist vielleicht nicht sonderlich überraschend. Aber dass 75 Prozent aller Befragten keinerlei persönliche Daten bei den Unternehmen sehen wollen, sollte ein Warnsignal für alle betroffenen Parteien sein. Es scheint der Punkt erreicht, an dem die laufende Datenschutzdebatte die diffusen Ängste vor Missbrauch der Daten derartig geschürt hat, dass sogar der minimale Konsens infrage gestellt wird: Nutzung persönlicher Daten, die für die Abwicklung von Geschäftsvorgängen wie einem simplen Produktkauf unverzichtbar sind.

Big Data: Gegenwerte, die User für ihre Daten erwarten

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Dabei wären die Konsumenten durchaus offen für eine Argumentation zu den Vorteilen von Big Data. Laut Ogilvy sind in Deutschland 69 Prozent aller Online-User grundsätzlich bereit, ihre Daten zu teilen, wenn sie dafür einen fairen Gegenwert erhalten. Und dabei stehen nicht nur monetäre Werte im Fokus. Die Bandbreite der attraktiven Mehrwertleistungen ist äußerst breit gefasst: Am effektivsten sind direkte Belohnungen wie ein 20-Euro-Gutschein. Aber auch ein verbesserter Service und glaubwürdige Lösungen für bestehende Datenschutzbedenken werden geschätzt.

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Mehr zum Thema sowie ein Kurzinterview mit Ogilvy-One-Datenexperten Dimitri Maex lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 11/2013 vom 14. März.

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Dabei zeigt sich, dass Konsumenten zwischen 18 und 31 Jahren deutlich offener für derartige Deals (83 Prozent) sind als Konsumenten ab 67 Jahren (59 Prozent). Die Studie basiert auf einer Online-Befragung. Insgesamt nahmen 500 Nutzer ab 18 Jahren teil. cam/jm
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