Biene Award geht in die nächste Runde

Freitag, 08. September 2006
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Award Feintest Internetangebot Jutta Croll Iris Cornelssen


Beim Biene Award haben sich 127 von 376 eingereichten Websites für die Feintests des Wettbewerbs qualifiziert. Der Wettbewerb, der die besten barrierefreien Internetangebote auszeichnet, wird von der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen zum 4. Mal durchgeführt. Biene steht für "Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten", aber auch für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander. Mehr als 700 Unternehmen, bundesweit arbeitende Organisationen sowie Be-

hörden und Ministerien haben sich bislang am Wettbewerb beteiligt.

Teilnehmen können Betreiber und Gestalter deutschsprachiger Webangebote. Für Webentwicklerinnen und -entwickler in der Ausbildung oder im Studium haben die Veranstalter einen Nachwuchspreis ausgeschrieben. Sonderpreise können für Lösungen vergeben werden, die spezifische Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen berücksichtigen. Das können sein: Angebote für gehörlose Menschen, die Gebärdensprache verwenden, Angebote für Menschen mit

Lernschwierigkeiten oder andere herausragende und innovative Entwicklungen. Für die Betreiber nicht kommerzieller Webseiten, wie Vereine oder Selbsthilfegruppen mit Angeboten von öffentlichem Interesse, können

Förderpreise vergeben werden. "Die neuen Wettbewerbskategorien haben sich bewährt", sagt Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen. "Eines unserer Ziele ist es, die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu verbessern. Das gelingt durch die neuen Kategorien. Die eher kleinen Angebote müssen nicht mehr mit komplexen Webseiten konkurrieren, und in allen Bereichen sind vielversprechende Kandidaten dabei."

Auch die Qualität der Beiträge ist nach Angaben der Veranstalter deutlich gestiegen. "Vielen Einreichern geht es nicht mehr nur darum, die formalen Kriterien der Barrierefreiheit zu erfüllen, sondern, diese gut und kreativ umzusetzen", lobt Iris Cornelssen, Projektleiterin für bei der Aktion Mensch, die diesjährigen Einreichungen. Kritisch sehen die Veranstalter die relativ geringe Beteiligung größerer Unternehmen. Vor allem bei den komplexeren Angeboten hätten sie sich mehr Teilnehmer gewünscht. ems

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