Bewegung im Messenger-Krieg

Freitag, 30. Juli 1999

Nach den Auseinandersetzungen der vergangenen Tage zwischen Microsoft und AOL um die offene Nutzung der Kommunikationssoftware kündigt nun der Computerhersteller Apple und America Online in einer gemeinsamen Erklärung an, Instant-Messaging-Produkte für Mac-Benutzer zu entwickeln, die eine ungehinderte Kommunikation zwischen Benutzern des Apple-Macintosh-Systems und dem AOL Instant Messenger (AIM)-Service erlauben. "AOL hat den größten und besten Instant-Messaging-Dienst in der Welt aufgebaut", sagt Steve Jobs, der Interims-CEO von Apple. Bob Pittman, President und CEO von AOL, meint: „Wir freuen uns, Apple in unsere wachsende Liste von AIM-Partnern aufzunehmen." Die Kooperation zwischen AOL und Apple ist ein schwerer Schlag für Microsoft. Das Unternehemen von Bill Gates hatte in den vergangenen Tagen hartnäckig versucht, mit dem neuen MS-Instant Messenger Zugang zum AOL-Messaging-Service zu bekommen, was von AOL immer wieder verhindert wurde. Als Reaktion auf die Vereinbarung zwischen Apple und AOL hat Microsoft zusammen mit mehreren bedeutenden amerikanischen Unternehmen der Informations- und Telekommunikationsindustrie – darunter AT&T, Excite, Yahoo und Infoseek – einen offenen Brief an Steve Case, President und CEO von AOL, formuliert. AOL wird darin aufgefordert, an einem offenen Standard für die Instant-Messaging-Technologie mitzuarbeiten.
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