Beurlaubt oder bloß in Ferien: Rätselraten um Konstantin Neven DuMont geht weiter

Mittwoch, 10. November 2010
Hört auf, oder vielleicht auch nicht: Konstantin Neven DuMont
Hört auf, oder vielleicht auch nicht: Konstantin Neven DuMont

Der Hickhack um die berufliche Zukunft von Konstantin Neven DuMont nimmt allmählich obskure Ausmaße an. Mittwochmittag bestätigte das Kölner Verlagshaus  noch gegenüber HORIZONT.NET, dass der Verlegersohn und Vorstand von M. DuMont Schauberg beurlaubt sei, "mit sofortiger Wirkung und auf eigenen Wunsch", so die Formulierung. Wie das nun genau zu interpretieren ist - darüber gehen die Meinungen auseinander. Der naheliegenden Schlussfolgerung, dass mit einer "sofortigen Beurlaubung" auch der Rückzug aus dem  Vorstand verbunden ist, hat Konstantin Neven DuMont wenig später höchstselbst widersprochen: "Diese Meldungen stimmen nicht. Ich bleibe Vorstand und Herausgeber", teilt er via Twitter mit - ohne sich im Detail zu erklären. 

Fakt ist, dass Konstantin Neven DuMont wohl tatsächlich Ferien macht. "Juhu, heute beginnt mein Urlaub. Das Leben ist schön", ließ er heute seine Twitter-Follower wissen. Wie lange dieser Urlaub dauert - und ob er während dieser Zeit operative Aufgaben übernimmt - dazu äußerte er sich nicht. Auch der Verlag war zu keiner Stellungnahme bereit. Beobachter vermuten allerdings, dass die Aufgaben von Konstantin Neven DuMont während seiner Abwesenheit ruhen und die Vorstandskollegen Christian DuMont SchütteEberhard Klein und  Franz Sommerfeld notfalls in die Bresche springen. 

Die Beurlaubung dürfte im direkten Zusammenhang mit der für den Zeitungsverlag ("Frankfurter Rundschau", "Berliner Zeitung", "Express")  nicht gerade imagefördernden öffentlichen Debatte über den Sohn von Altverleger Alfred Neven DuMont stehen, die es in den vergangenen Wochen sogar in die Feuilletons großer Tageszeitungen schaffte. Stein des Anstoßes waren die Vorwürfe von Medienjournalist und "FAZ"-Autor Stefan Niggemeier. Dieser hatte behauptet, dass die unter verschiedenen Decknamen massenhaft abgegebenen bösen Kommentare und Beschimpfungen auf seinem Blog von Konstantin Neven DuMont stammten. Der hatte das zwar abgestritten und behauptet, zwei Bekannte hätten die Kommentare von seinem Rechner aus verschickt. Allerdings herrschte in dem Verlagshaus Entsetzen über die Angelegenheit. mas
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