Betriebsergebnis von G+J verschlechtert sich im ersten Halbjahr 1998/99 um 16 Prozent

Dienstag, 16. März 1999

Steigende Papierpreise, die hohen Aufwendungen für die Marketingoffensive für „TV Today" sowie ein Ergebnisverfall in Frankreich und in den USA verhagelten Gruner + Jahr das Betriebsergebnis im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 1998/99. Bei 2,8 Prozent Umsatzwachstum auf 2,64 Milliarden Mark ging das Betriebsergebnis um 16 Prozent zurück. Damit ist bereits jetzt klar, daß der Rekordgewinn aus dem vergangenen Geschäftsjahr nicht wieder erreicht werden kann. G+J-Chef Gerd Schulte-Hillen geht aber davon aus, daß sich die bisher getätigten Invesitionen bereits auszuzahlen beginnen: „Wir werden den Ergebnisrückgang mindestens bis zum Abschluß des Geschäftsjahres teilweise kompensieren können", erklärte er gegenüber HORIZONT. In Frankreich macht dem Verlag besonders die „verschärfte Wettbewerbssituation im Markt der People-Zeitschriften zu schaffen", sagte G+J-Sprecher Ralph Driever. In den USA sind die Auslastungen in den Druckereien gesunken. In Deutschland belastet insbesondere „TV Today" das Ergebnis. Zwar wird die Zahl nicht bestätigt, aber Marktkenner gehen davon aus, daß allein die Vertriebsaktion des Programmies an die 50 Millionen Mark gekostet haben soll. Von G+J wurde diese als "total überhöht" zurückgewiesen. Die Marketingaktion habe nicht einmal ein Drittel dieser Summe gekostet.
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