Betriebsbedingte Kündigungen beim Süddeutschen Verlag

Mittwoch, 28. Oktober 2009
Der Süddeutsche Verlag setzt Mitarbeiter vor die Tür
Der Süddeutsche Verlag setzt Mitarbeiter vor die Tür

Die Anzeigenkrise fordert weitere Opfer. Diesmal trifft es den Süddeutschen Verlag (SV). Wie die hauseigene "Süddeutsche Zeitung" berichtet, wird das Münchner Medienhaus angesichts von Umsatzeinbußen betriebsbedingte Kündigungen aussprechen. Geschäftsführer Detlef Haaks habe bei einer Betriebsversammlung in München am Dienstag neben weiteren Sparmaßnahmen bei den Sachkosten auch den Abbau von 30 Arbeitsplätzen in Verlagsabteilungen angekündigt, so die "Süddeutsche". Das entspreche etwa fünf Prozent der im Verlagsbereich tätigen Belegschaft. Die Details sollen in den nächsten Wochen verhandelt werden. Haaks betonte dem Bericht zufolge, dass sich die Geschäftsführung für "sozialverträgliche Lösungen" einsetzen wolle.


Neben der Verlagsabteilung ist auch die Redaktion der "Süddeutsche Zeitung" betroffen. Auch hier soll es betriebsbedingte Kündigungen geben. In welchem Umfang Stellen in der rund 400 Mitarbeiter starken Redaktion wegfallen werden ist noch unklar. Derzeit laufen Gespräche mit der Chefredaktion. Der Verlag wolle verhindern, dass die lokale und überregionale Spitzenstellung der Süddeutsche Zeitung (SZ) "beschädigt" werde.


Begründet werden die Einschnitte mit massiven Anzeigeneinbrüchen. In den ersten drei Quartalen 2009 ist der Umsatz des Süddeutschen Verlags laut dem Bericht gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gesunken, der Verlag schreibe rote Zahlen. Ziel der Einsparmaßnahmen sei es, 2010 wieder ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen. Laut Haaks sei dies die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft von Verlag und Zeitung. mas
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