Beteiligungsgesellschaft Orlando will weiter bei der FR mitmischen

Dienstag, 23. März 2004

Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Orlando will sich trotz des Engagements der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG) weiter mehrheitlich an der angeschlagenen "Frankfurter Rundschau" beteiligen. Das sei auch in Zusammenarbeit mit der DDVG, der Medienholding der SPD, möglich, bestätigt Orlando-Chef Georg Madersbacher. Zwar sei es noch nicht zu konkreten Verhandlungen gekommen, ein gemeinsamer Einstieg sei, so Orlando, aber "ein mögliches Szenario".

Auch nach einer gemeinsamen Übernahme der "FR" durch Orlando und DDVG würde sich an der Ausrichtung des Blattes als links-liberale, überregionale Tageszeitung nichts ändern, versicherte Madersbacher. Der Manager geht davon aus, dass der Verlag in zwei bis drei Jahren saniert werden kann. Orlando spekuliere nicht auf ein kurzfristiges Engagement, sondern sei an einer sehr langfristigen Beteiligung interessiert.

Bereits vor den Avancen durch die DDVG habe Orlando der "FR"-Eignerin, der Karl-Gerold-Stiftung, einen fertigen Kaufvertrag und ein mit der Geschäftsführung abgestimmtes Sanierungskonzept vorgelegt. Orlando habe dem Verlag "jenseits von 10 Millionen Euro Liquidität zuführen wollen", so Madersbacher. Das Konzept von Orlando sah vor, dass die Karl-Gerold-Stiftung etwa 20 Prozent an der Zeitung behält. Neben Orlando ist auch die britische Beteiligungsgesellschaft 3i an einem Einstieg bei der "FR" interessiert. nr
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