Beteiligung an "In": G+J will Zugang zu jungen Lesern

Donnerstag, 26. Juni 2008
Cover der People-Zeitschrift "IN"
Cover der People-Zeitschrift "IN"

G+J Deutschland steigt bei der People-Zeitschrift "In - das Star & Style Magazin" ein. Gemeinsam mit der Verlagsgruppe Klambt, in der die Klatsch-Zeitschrift seit 2005 erscheint, gründet G+J zum 1. Juli ein Joint Venture und beteiligt sich mit einer Mini-Mehrheit von 50,1 Prozent an der neu gegründeten In Verlags GmbH & Co KG. Das Kartellamt muss noch zustimmen. Geschäftsführer der In Verlags GmbH & Co KG, die das People-Magazin künftig herausgeben wird, wird Kay Labinsky, der gleichzeitig Mitglied der Geschäftsführung der Klambt Zeitschriften Verlags GmbH ist. Organisatorisch wird die Neugründung dem Geschäftsbereich von Volker Breid, Verlagsgeschäftsführer Frauen/Familie/People bei G+J, zugeordnet. Um die operative Steuerung kümmert sich Nils Oberschelp, Verlagsleiter "Gala", "Healthy Living".

Zum Jahreswechsel 2008/2009 wechselt die "In"-Redaktion zudem vom beschaulichen Baden-Baden in die Hauptstadt, um "noch näher an spannenden Heftprotagonisten und angesagten Events zu sein".

Volker Breid, Verlagsgeschäftsführer Frauen/Familie/People bei G+J
Volker Breid, Verlagsgeschäftsführer Frauen/Familie/People bei G+J
G+J will sich mit der Beteiligung im jungen People-Markt positionieren: Bernd Buchholz, G+J-Vorstand und Leiter G+J Deutschland: "Wir runden unser Werbeträger-Portfolio für junge Frauen-Zielgruppen perfekt ab." Im März hatte sich der Verlag vom in die Jahre gekommenen Titel "Frau im Spiegel" getrennt. Bei Klambt hatte Verleger Lars Joachim Rose seit längerem Ausschau nach einem Partner gehalten. Durch die Einbindung mit G+J setzt er auf "zusätzliches Wachstumspotential".

Das Klatschmagazin, das sich mit Geschichten um Prominente an Frauen zwischen 20 und 40 Jahren richtet, ist für G+J eine gute Partie: Im 1. Quartal erzielte das 1,60-Euro-Heft eine verkaufte Auflage von 220.190 Exemplaren, das sind rund 18 Prozent Plus gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Anzeigenverkauf hat die Zeitschrift dagegen noch einen schweren Stand: Im Jahr 2008 wurden laut ZAS im Schnitt 7 Anzeigenseiten pro Ausgabe verkauft.

"OK", der im Februar dieses Jahres gestartete zweite People-Titel der Verlagsgruppe Klambt ist von dem G+J-Deal nicht betroffen. Seit Beginn wird das britische People-Magazin in einem Joint Venture mit dem englischen Verlag Northern & Shell herausgegeben.
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