Bertelsmann will restliche Pixelpark-Anteile loswerden

Montag, 27. Januar 2003

Das Internet ist für den Bertelsmann-Konzern nach den Worten von Unternehmenschef Gunter Thielen nur noch als Vertriebsweg wichtig. "Als eigenes Geschäft hat das Internet bei uns keine Bedeutung", sagte Thielen dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Bertelsmann hat sich in den letzten Monaten von einigen seiner Internet-Investitionen wie dem Web-Buchhändler BOL, dem Einstieg bei der Musiktauschbörse Napster sowie der Beteiligung am CD-Händler CD Now verabschiedet. Auch den verbliebenen 20-prozentigen Anteil am Berliner Internetdienstleister Pixelpark wolle Bertelsmann auf Dauer nicht halten, betonte Thielen.

Der Medienkonzern hatte bereits im vergangenen Dezember jeweils 20,1 Prozent seiner Pixelpark-Anteile an den Ex-Universal-Chef Wolf-Dieter Gramatke und an Axel Fischer, Eigentümer des Potsdamer Multimedia-Unternehmens Mediacs verkauft. Am Engagement beim Internetportal Lycos Europe werde hingegen festgehalten, versicherte Thielen. "Anders als Pixelpark hat Lycos noch viel Geld vom Börsengang in der Kasse." Dabei dürfte auch eine Rolle spielen, dass detr Lycos-Chef Christoph Mohn Sohn des Bertelsmann-Patriarchen Reinhard Mohn ist.
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