Bertelsmann verkauft Großteil der Buchclubs

Mittwoch, 16. Juli 2008
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Die Aufräumarbeiten bei Bertelsmann gehten in die nächste Runde. Der Gütersloher Medienkonzern will weitere Buchclubs verkaufen. Der deutsche Club sowie die Ableger in Frankreich und Südeuropa (Italien, Portugal, Spanien) sollen aber vorerst nicht versilbert werden. Das geht aus einem Brief hervor, den Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski an die Mitarbeiter der Buchclubsparte Direct Group verfasst hat. Verkäufe stehen demnach in Australien, Großbritannien, Neuseeland, den Niederlanden, Polen, Russland, Tschechien, der Slowakei und der Ukraine an. Mit der gefällten Entscheidung will sich Ostrowski auf die großen Märkte in Europa konzentrieren. Hier erwirtschaftet die Gruppe rund 60 Prozent ihres Umsatzes.

Das Buchclub-Geschäft ist das Sorgenkind des Konzerns: 2007 verdiente das Unternehmen nur noch 10 Millionen Euro (Ebit), bei einem Umsatz von 2,56 Milliarden Euro.

Zuletzt verkaufte Bertelsmann sein Geschäft in den USA und Kanada an den Privatinvestor Najafi. Aus China, Südkorea und Südamerika hatte sich der Konzern ebenfalls zurückgezogen.

Die Situation der Direct Group, die das Geschäft mit Buch-, DVD- und Musikklubs bündelt, sei in den vergangenen Monaten "intensiv diskutiert worden", schreibt Ostrowski in dem Mitarbeiter-Brief. se

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