Bertelsmann und Pearson besiegeln Fusion ihrer Verlagsgruppen

Montag, 01. Juli 2013
Die Zentrale von Random House in New York
Die Zentrale von Random House in New York


Die Medienkonzerne Bertelsmann und Pearson haben den Zusammenschluss ihrer Verlagsgruppen Random House und Pengiun zum neuen Branchenriesen Penguin Random House besiegelt. Mit der Unterschrift der Verträge ensteht der größte Publikumsverlag der Welt. Bertelsmann hält an der Verlagsgruppe 53 Prozent der Anteile, Pearson 47 Prozent. Penguin Random House umfasst alle Verlage von Random House und Penguin in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Indien sowie die Random-House-Verlage in Spanien und Lateinamerika und die Penguin-Verlagsaktivitäten in Asien und Südafrika. Die deutsche Unit von Random House ist nicht Teil der neuen Verlagsgruppe. Sie gehört weiterhin vollständig zu Bertelsmann.

Vorstandschef der neuen Verlagsgruppe ist Markus Dohle, bislang CEO von Random House. John Makison, seit 2002 Chef von Penguin, übernimmt als Chairman den Vorsitz des Board of Directors von Penguin Random House.

"Mit dem heutigen Tag haben Bertelsmann und Pearson endgültig die Weichen für die Zukunft des Buches gestellt", kommentiert Bertelsmann-Boss Thomas Rabe den Zusammenschluss: "Die Bildung der Gruppe ist der bestmögliche Weg zu neuem Wachstum in der Verlagsbranche - und zu neuem Wachstum für Bertelsmann. Gemeinsam können und werden wir in einem deutlich signifikanteren Umfang investieren. Und zwar in vielfältige Inhalte, in die Entwicklung und Unterstützung von Autorinnen und Autoren, jedoch genauso in das gesamte physische und digitale Spektrum von Buchakquise, -produktion und -vertrieb sowie in wachstumsstarke Zukunftsmärkte."

Die neue Verlagsgruppe ist mit knapp 250 Einzelverlagen, rund 10.000 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz in Höhe von rund 3 Milliarden Euro der größte Publikumsverlag der Welt. Hauptsitz des Unternehmens ist New York, wo auch Random House seinen Sitz hatte. dh
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