Bertelsmann steigert Gewinn im 1. Quartal deutlich / Umsatz legt nur wenig zu

Mittwoch, 12. Mai 2010
Bertelsmann-Boss Hartmut Ostrowski
Bertelsmann-Boss Hartmut Ostrowski

Der Medienkonzern Bertelsmann kann für das 1. Quartal 2010 einen Gewinn von 45 Millionen Euro ausweisen - nach einem Verlust von 78 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Operating Ebit) liegt bei 284 Millionen Euro (1. Quartal 2009: 115 Millionen Euro). Alle Bereiche hätten zu dem positiven Ergebnis beigetragen, betont der Konzern. Die wichtige RTL Group, an der Bertelsmann 90 Prozent der Anteile hält, hatte vergangene Woche ein Ergebnis vor Zinsen, Steuer und Abschreibungen von 197 Millionen Euro gemeldet. Zum Ergebnis nach Abschreibungen macht die RTL Group jedoch keine Angaben. Der TV-Ableger profitiert von dem anhaltenden Hoch im Fernsehen, vor allem das wichtige Werbegeschäft in Deutschland zieht wieder an. Während die RTL Group ein Umsatzplus von 10,1 Prozent gemeldet hatte, meldet Bertelsmann selbst lediglich einen Zuwachs von 2,7 Prozent auf rund 3,622 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr bestätigt der Konzern seine Prognose vom März. Andere Unternehmen wie Axel Springer und Pro Sieben Sat 1 hatten ihre Erwartungen dagegen in den vergangenen zwei Wochen nach oben korrigiert. Bertelsmann erwartet demnach für das Gesamtjahr 2010 eine stabile Entwicklung von Umsatz und Operation Ebit, jedoch ein deutlich höheres Konzernergebnis als 2009, da das millionenschwere Sparprogramm von 2009 die Kosten auch 2010 nachhaltig beeinflusst.

Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski: "Wir ernten die Früchte unserer Maßnahmen aus dem Geschäftsjahr 2009 und profitieren von der Belebung der Werbemärkte sowie der fortgesetzten Kostendisziplin. Unsere Richtung stimmt, auch wenn die  gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter schwierig bleiben". Die Schulden, die den Konzern seit dem Rückkauf des 25,1-prozentigen Anteils drücken, den der Investor Albert Frère gehalten hatte, sind nur leicht  gesunken. die Nettofinanzschulden lagen zum 31. März 2010 bei 2,775 Milliarden Euro (31.12.2009: 2,793 Milliarden Euro), die wirtschaftlichen Finanzschulden bei 5,821 Milliarden Euro (6,024 Milliarden Euro). pap
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