Bertelsmann schließt mit 910 Millionen Mark Jahresüberschuss ab

Mittwoch, 22. September 1999

Mit einem Rekordwachstum von 12,8 Prozent auf einen Gesamtumsatz von 29 Milliarden Mark schließt Bertelsmann das Geschäftsjahr 1998/99 ab, der konsolidierte Umsatz stieg um 13,2 Prozent auf 26 Milliarden Mark. Der Jahresüberschuss wuchs um 2,6 Prozent auf 910 Millionen Mark. Die Investitionen erreichten durch den Kauf des US-Verlags Random House, des wissenschaftlichen Springer-Verlags und den Aufbau der Internetgeschäfte mit 4,7 Milliarden Mark einen historischen Höchststand. Künftig soll vor allem der Multimedia-Bereich mit Börsenkapital offensiv ausgebaut werden. Ein aktives Portfolio-Management soll dabei die Expansion finanzieren. Bertelsmann ist nach eigenen Angaben das weltweit führende Medienhaus im Internet. Das Geschäftsvolumen, das durch die neue Technologie in den Beteiligungsgesellschaften generiert wird, beziffert der Vorstandsvorsitzende Thomas Middelhoff auf 1,4 Milliarden Mark. In drei Jahren werde sich der Umsatz auf 4,8 Milliarden Mark erhöhen. Noch erzielt das Multimediageschäft jedoch einen negativen Ergebnisbeitrag von 290 Millionen Mark. Der verhaltenen Entwicklung des Musik- und Clubgeschäfts will Middelhoff mit einem Konsolidierungsprogramm gegensteuern, das in den nächsten drei Jahren 750 Millionen Mark erbringen soll. Einstellungen und Verkäufe erfolgloser Firmen gehören dazu ebenso wie die Mobilisierung von Kostenreserven.
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