Bertelsmann nennt Drucksparte Be Printers

Mittwoch, 31. Oktober 2012
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Die zu Jahresbeginn vom Dienstleistungskonzern Arvato abgetrennte Drucksparte bekommt endlich einen eigenen Namen. Be Printers heißt das derzeit schwierigste Geschäftsfeld von Europas größtem Medienkonzern Bertelsmann, in dem der Großteil des Druckgeschäftes gebündelt ist. Bertelsmann hatte die Sparte abgetrennt, um die wachstumstarke Arvato nicht weiter mit dem schwächelnden Druckgeschäft zu bremsen. Be Printers bündelt 17 Produktionsstandorte in sechs Ländern. Die Kernmärkte sind Amerika, vor allem USA und Kolumbien, sowie Europa. Hier ist Be Printers vor allem mit Prinovis in Deutschland und UK aktiv sowie in Italien und Spanien tätig. An Prinovis ist auch Bertelsmann-Konkurrent Axel Springer beteiligt.

Be Printers beschäftigt rund 6.800 Mitarbeiter und machte 2011 einen Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro. Die Betriebe fertigen Zeitschriften, Kataloge, Prospekte, Bücher und Kalender. Vor allem der Zeitschriftendruck tut sich angesichts sinkender Auflagen schwer. Im 1. Halbjahr sank der Umsatz um 2 Prozent auf 573 Millionen Euro, das Operating Ebit stieg allerdings von 14 auf 20 Millionen Euro. Der Anstieg des Druck-Ergebnisses ist vor allem eine Folge von Kostensenkungen.

Der Beitrag zum Ergebnis des Gesamtkonzerns ist mit 20 Millionen Euro jedoch gering. Bertelsmann erzielte in den ersten sechs Monaten ein Operating Ebit von 731 Millionen Euro.

Im Mai hatte Bertram Stausberg den bisherigen Prinovis-Chef Thorsten Thiel abgelöst. Stausbergs Aufgabe ist es, Be Printers zu sanieren. Zeitgleich hat er die Führung von Prinovis inne. pap
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