Bertelsmann muss seinen Platz im Ranking der Top 50 Medienkonzerne an Sony abtreten

Mittwoch, 29. April 2009

Sony Entertainment hat Bertelsmann auf den siebten Platz in der Top Ten von "Die 50 größten Medienkonzerne" verwiesen. Die Gütersloher besetzen weiterhin Platz 1 im deutschen und europäischen Ranking, aber unter den international umsatzstärksten Zehn stellen sie das einzige Unternehmen, das seinen Platz einbüßen mußte. Das Ranking, das das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik nach den jeweiligen Umsätzen erstellt, führt nach wie vor Time Warner an. Der US-Riese erwirtschaftete 31,9 Milliarden Euro. Im Jahr 2007 hatte der Konzern noch 33,7 Millarden Euro umgesetzt. Zwar schrumpfte der Umsatz von Time Warner erneut, doch der zweitplatzierte Walt Disney kann für 2008 nur einen stagnierenden Umsatz von 25,7 Millarden Euro verbuchen. Der Kabelgigant Comcast verzeichnete mit 23,3 Millarden Euro ein Plus und belegte Platz 3. Wie auch im vergangenen Jahr folgen News Corp. (22,4 Millarden Euro) auf dem vierten und Viacom/CBS (19,4 Milliarden Euro) auf dem fünften Platz. Sony Entertainment ist mit 16,5 Millarden Euro auf Platz 6.


Die zehn größten deutschen Medienkonzerne

Unter den ersten sieben der deutschen Top Ten gibt es keine Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Bertelsmann ist mit rund 16 Milliarden Euro auf dem ersten Platz. Gefolgt von der ARD, die mit 6,1 Millarden Euro Umsatz dieses Jahr BBC abhängt und auf Rang 17 im internationalen Ranking vertreten ist. Pro Sieben Sat.1 belegt den dritten Platz (Platz 39) mit rund 3 Milliarden Euro und Axel Springer den vierten (Platz 44) mit 2,6 Milliarden Euro Umsatz.

Auch die Konzerne auf den folgenden drei Plätzen konnten ihre Position von 2007 halten: Georg von Holtzbrinck (2,5 Milliarden Euro) ist auf Platz fünf des deutschen und auf Rang 48 des internationalen Rankings vertreten. Hubert Burda Media (2,2 Millarden Euro) landet zwar auf dem letzten Platz der globalen Top 50, im deutschen Vergleich bedeutet das aber Platz 6. Es folgt das ZDF mit 1,91 Milliarden Euro Umsatz.

Auf den hinteren Plätzen der deutschen Top Ten haben die Medienhäuser ihre Plätze gewechselt: Vorjahresletzter Verlagsgruppe Weltbild hat sich mit 1,9 Milliarden Euro Umsatz auf den achten Plaz geschoben. Bauer hat einen Platz eingebüßt und liegt mit 1,79 Milliarden vor dem Rankingletzten WAZ, 1,74 Millarden Euro. nk
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