Bertelsmann muss Umsatz- und Ergebnisrückgang hinnehmen

Dienstag, 15. Mai 2007

Im ersten Quartal des laufenden Jahres muss der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann einen Umsatzrückgang hinnehmen. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 2 Prozent auf 4,377 Milliarden Euro. In dem Rückgang spiegeln sich zum einen Wechselkurseffekte nieder. Zum anderen wurde erstmals der vergangenes Jahr verkaufte Musikverlag BMG Music Publishing nicht mehr einbezogen. Der Verkauf des Musikverlags verhagelt auch das Ergebnis. Das Operative Ergebnis sank sogar um 9,3 Prozent auf 198 Millionen Euro. Bereinigt um den Verkauf liegen jedoch sowohl der Umsatz mit 4,4 Milliarden Euro, als auch das Operating Ebit mit 194 Millionen Euro leicht über dem des Vorjahres.

Für das Gesamtjahr 2007 hält der Konzern, zu dem unter anderem die RTL Group, Gruner + Jahr und die Druck- und Dienstleistungssparte Arvato, gehören, an der Prognose fest und rechnet damit, bei Umsatz und operativem Ergebnis das Vorjahr zu übertreffen. Die Finanzschulden die im vergangenen Jahr durch den Rückkauf des 25,1-prozentigen Anteils von GBL erheblich gestiegen waren, sanken weiter von 6,76 Milliarden Euro auf 6,513 Milliarden Euro.

Im ersten Quartal belasten Sondereinflüsse von 114 Millionen Euro die Bilanz. Bertelsmann hat Rückstellungen für außergerichtliche Einigungen unter anderem mit Emi und der Warner Music Group gebildet, die den Konzern wegen der Finanzierung der Onlinetauschbörse Napster verklagen wollten. "Wir freuen uns, mit den meisten Klägern und Anspruchstellern außergerichtliche Einigungen über Napster erreicht zu haben", kommentiert Finanzvorstand Thomas Rabe das Ergebnis. pap

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