Bertelsmann hofft erneut auf Teile des Rechtekatalogs von EMI

Montag, 30. Juli 2012
BMG will nach wie vor Teile von EMI kaufen
BMG will nach wie vor Teile von EMI kaufen

Bertelsmann könnte bei EMI doch noch zum Zuge kommen. Die Musikrechtetochter BMG des Medienkonzerns hatte beim Verkauf des Musikkonzerns Ende 2011 zwar den kürzeren gezogen. Die Tonträgersparte steht vor der Übernahme durch Universal. Der Marktführer muss die Bedenken der EU-Wettbewerbskommission gegen das Milliardengeschäft allerdings durch den Verkauf etlicher Tochtergesellschaften ausräumen. Insgesamt könnte Universal bis zu zwei Drittel des EMI-Geschäfts in Europa abgeben. So stehen unter anderem die Labels Parlaphone, Mute und Chrysalis zum Verkauf, bei denen Musiker wie Kylie Minogue, Coldplay oder die Gorrilaz unter Vertrag stehen. Auch der Rechtekatalog von Pink Floyd soll den Besitzer wechseln. Insgesamt will Universal Musiklabels mit einem Gesamtumsatz von 250 Millionen Euro verkaufen, berichtet die "FAZ" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die Konkurrenz ist allerdings groß: Es gebe mehr als 20 Interessenten. Als potenzielle Käufer gelten auch die Musikkonzerne Warner Music und Sony Music.

Bertelsmann hatte 2008 unter dem Namen BMG Rights Management mit dem Aufbau einer neuen Musikrechtetochter begonnen, nachdem der Medienkonzern seine Anteile an Sony BMG 2008 an den Partner Sony verkauft hatte. BMG Rights Management ist ein Joint Venture von Bertelsmann und dem Finanzinvestor KKR, an dem KKR 51 Prozent der Anteile hält. dh
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