Bertelsmann großer Verlierer bei der Fusion von AOL und Time-Warner

Mittwoch, 11. Oktober 2000

Die Europäische Kommission hat die Fusion des Medienkonzerns Time-Warner und dem Internetprovider AOL unter Auflagen gebilligt. Wichtigste der Bedingungen ist, dass der fusionierte Konzern seine vielfältigen Geschäftsbedingungen zum Medienkonzern Bertelsmann erheblich reduziert. Bertelsmann hatte für seine Zustimmung zur Fusion ursprünglich eine Sonderstellung als bevorzugter Contentlieferant ausgehandelt. AOL hat sich gegenüber der EU-Kommission auch verpflichtet in den nächsten fünf Jahren konkurrierende Anbieter nicht zu diskriminieren und seine Musiksoftware kompatibel zu Konkurrenten wie Realnetworks oder Microsoft zu halten. Damit soll eine dominierende Rolle des Medienkonzerns im Online-Musikmarkt verhindert werden. Als wesentliche Voraussetzung für die Freigabe der Fusion galt deshalb auch die gescheiterte Fusion von EMI und Time-Warner. Zur endgültigen Freigabe der Fusion muss noch die amerikanische Wettbewerbsbehörde FCC zustimmen.
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