Bertelsmann gibt Pixelpark Finanzspritze

Freitag, 18. Mai 2001

Allen Ausstiegsgerüchten zum Trotz gibt Bertelsmann dem angeschlagenen Multimedia-Dienstleister Pixelpark nun eine Finanzspritze: Der Gütersloher Medienkonzern erhöht seinen Gesellschaftsanteil von 57,4 auf 60,3 Prozent. Im Rahmen der Kapitalerhöhung werden mehr als 1,3 Millionen neue Pixelpark-Aktien im Wert von 18,7 Millionen Euro ausgegeben. Mit dem neuen Kapital soll vor allem die Restrukturierung des Berliner Unternehmens bezahlt sowie die Liquiditätssituation und die Eigenkapitalbasis von Pixelpark gestärkt werden. "Wir haben Vertrauen in das Management und die Gesellschaft und glauben an den langfristigen Erfolg von Pixelpark", so Klaus Eierhoff, Mitglied des Vorstands von Bertelsmann und Aufsichtsratsvorsitzender von Pixelpark. Im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen zieht sich Pixelpark aus Osteuropa sowie dem Inkubations-Geschäft zurück und konzentriert sich auf Mitteleuropa.

Pixelpark hat zudem die vorläufigen Ergebnisse für das 1. Quartal 2001 bekannt gegeben. Das operative Ergebnis von minus 5,2 Millionen Euro liege im Rahmen der Erwartungen, heißt es bei Pixelpark. Der vorläufige Umsatz beträgt 26,1 Millionen Euro. Der operative Verlust und insbesondere der Jahresfehlbetrag seien durch Sondereffekte stark beeinflusst worden. Die endgültigen Geschäftszahlen sowie Details zum Umbau von Pixelpark wird Firmencef Paulus Neef am kommenden Dienstag vorstellen.
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