Bertelsmann gestaltet Mitarbeiter-Gewinnbeteiligung neu

Freitag, 22. November 2002

Bertelsmann überarbeitet sein vor mehr als 30 Jahren eingeführtes Modell der Gewinnbeteiligung. Ab kommendem Jahr werde die Gewinnbeteiligung direkt am geschäftlichen Erfolg der jeweiligen Firma des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin bemessen. Das neue Modell soll zunächst in Deutschland erprobt und bei Bewährung international ausgeweitet werden. Gleichzeitig soll jedoch auch dem Solidargedanken Rechnung getragen werden. Testweise wird daher auch eine Konzernkomponente eingeführt.

Abhängig vom Erfolg ihrer Firma können die Mitarbeiter bis zu eineinhalb Monatsgehälter extra erzielen sowie zusätzlich abhängig vom weltweiten Konzernergebnis maximal ein halbes Monatsgehalt. Die Formeln für die Firmengewinnbeteiligung werden in den einzelnen Geschäften individuell zwischen Geschäftsführung und Betriebsräten ausgehandelt. Die Auszahlung der Gewinnbeteiligung wird künftig nicht mehr in Form von Genussscheinen, sondern alternativ als Beitrag zur Altersvorsorge oder in bar vorgenommen.

Die neugestaltete Gewinnbeteiligung betrifft zunächst Bertelsmann-Firmen in Deutschland. Dort soll der Kreis der Betriebe, die an der Gewinnbeteiligung teilnehmen, mit dem neuen Modell ausgeweitet werden. Ausgenommen sind RTL und Gruner + Jahr, die ihren Mitarbeitern eigene Modelle anbieten. Mit dem Verkauf wird Bertelsmann-Springer aus dem Konzern ausscheiden und nimmt daher ebenfalls nicht an dem neuen Modell teil.
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