Bertelsmann erwartet keine Umsatzsprünge

Dienstag, 11. November 2008
Finanzvorstand Rabe rechnet mit konstantem Umsatz
Finanzvorstand Rabe rechnet mit konstantem Umsatz

Für das Jahr 2008 rechnet Bertelsmann angesichts des angespannten wirtschaftlichen Umfeldes mit einen Umsatz, der nur leicht über dem Vorjahresniveau liegt. Bei seiner Antrittsrede Ende 2007 hatte der Vorstandsvorsitzende Hartmut Ostrowski noch angekündigt, den Jahresumsatz von knapp 20 Milliarden Euro bis 2015 um die Hälfte steigern zu wollen. Von diesem Zielt ist Ostrowski derzeit weit entfernt. In den ersten neun Monaten des Jahres verbucht Europas größtes Medienunternehmen einen nahezu konstanten Umsatz in Höhe von rund 11,4 Milliarden Euro. Das Operating Ebit liegt mit circa 926 Millionen Euro jedoch unter dem Vorjahreswert von rund 1,0 Milliarden Euro. Konzerngewinn und Ebit sind jedoch auf 387 Millionen Euro beziehungsweise 823 Millionen Euro gestiegen. Für den Anstieg des Ebit sind hohe Sondereinflüsse verantwortlich, die im Vorjahreszeitraum angefallen sind. Für das Gesamtjahr rechnet Finanzvorstand Thomas Rabe mit einem Operating Ebit das um 5 bis 10 Prozent des Vorjahres liegt, aber mit einem Ebit und Konzerngewinn deutlich über Vorjahresniveau.

In diesem Jahr hat Bertelsmann sich bereits vom nordamerikanischen Clubgeschäft getrennt sowie von der 50-Prozent-beteiligung an Sony BMG. Der Verkaufserlös für Sony BMG ist im Oktober 2008 eingegangen und im 3. Quartal somit noch nicht enthalten. Die Verkaufserlöse kompensieren Umsatzrückgänge.

Zu Bertelsmann gehören die RTL Group, Die Druck- und Dienstleistungssparte Arvato, der größte Buchverlag Random House, die Zeitschriftensparte Gruner + Jahr sowie die Direct Group, in der unter anderem das defizitäre Buchclubgeschäft gebündelt ist. pap
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