Bertelsmann dünnt Buchclub-Filialnetz weiter aus

Donnerstag, 11. Oktober 2012
Der Club muss weitere Filialen schließen
Der Club muss weitere Filialen schließen


Die Buchclubgeschäft von Bertelsmann kämpft weiter mit rückläufigen Kundenzahlen. Um profitabel zu bleiben, werden nun weitere Filialen geschlossen. "Bei den Filialen wird es zu einer Bereinigung kommen. Wir werden weitere Filialen schließen", kündigt Bernd Schroeder, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Direct Group Germany, im "Handelsblatt" an. Derzeit betreibt die Direct Group noch etwa 200 Ladengeschäfte in Deutschland, ein Drittel davon gehört zur Buchladenkette Zeilenreich, die auch Nicht-Mitgliedern offen steht. Auch bei Zeilenreich sollen einzelne Filialen geschlossen werden. Die Buchclubs von Bertelsmann, eine der Keimzellen des Medienkonzerns, verzeichnen seit Jahren rückläufige Kundenzahlen. Laut Schroeder liegt die Zahl der Mitglieder inzwischen bei unter zwei Millionen. 2010 hatte der Buchclub noch 2,7 Millionen Mitglieder, zu den besten Zeiten waren es über 5 Millionen.

Wie die gesamte Buchhandelsbranche leiden auch die Bertelsmann-Buchclubs unter der Konkurrenz durch Online-Versandhändler wie Amazon und den Siegeszug der E-Books. Auch die Buchhandelsketten Weltbild und Hugendubel haben diese Woche angekündigt, ihre Verkaufsflächen zu reduzieren und Filialen zu schließen. dh
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